Ewald war eine wichtige Karriere-Station für Führungspersönlichkeiten der Ruhrkohle. Unter Bergleuten - zumindest anderer Anlagen - genoss Ewald hinsichtlich des Betriebsklimas allerdings keinen ganz so guten Ruf. Der Autor wird 1993 im Zuge einer Hauptseminararbeit zum Thema Aufbereitungsanlagen erstmalig von der Ruhrkohle zu einer offiziellen Zechenbesichtigung eingeladen. Zwar kommt dabei der an sich für Innenaufnahmen untaugliche Fujichrome-Velvia 50 zum Einsatz (weshalb Flotation und Drewboy wie Hochgeschwindigkeitsanlagen aussehen), aber aus nostalgischen gründen zeige ich die Aufnahmen trotzdem. 2000 erfolgt an einem stickig-schwülen Tag die Stillegung. Ohne jeglichen Wind hängt die schwarze Fahne am Doppelbock schlaff herunter. Kurz darauf erreicht noch einmal ein Sonderzug (an dessen Planung der Autor ebenfalls beteiligt war) des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen die stillgelegte Anlage. Ein letztes Mal sieht es nach Betrieb aus...

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