Im oberschlesischen Steinkohlenbergbau ist ein Versatz der ausgekohlten Strebe aufgrund der großen Flözmächtigkeit z.T. unerläßlich. Das Versatzmaterial ist Sand, der in mehreren Tagebauen mit Schaufelrad- und Eimerkettenbaggern abgabaut und mittels eines weitverzweigten Bahnsystems den Bergwerken zugeführt wird. Noch Anfang der 90er Jahre wurde ein Teil der sehr schweren Züge mit Dampf bespannt, bis 1993 ein Waldbrand für einen vorzeitigen Traktionswandel sorgte. Dies sollte nicht der einzige Wandel bleiben: Die Elektrifizierung der wichtigsten Hauptstrecken ist nach gezielten Oberleitungsdiebstählen Geschichte und ein Teil der Strecken wurde nach Zechenstillegungen abgebaut. Auch wurde die nach dem Krieg geschaffene Einheitsgesellschaft zerschlagen und einzelne Sandgruben stillgelegt. Ein Besuch ist trotzdem immer noch unbedingt zu empfehlen. Aus "traditionellen" Gründen nahmen wir uns meist die Sandgrube Kotlarnia vor

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